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Gemeinde Wislikofen

Brauchts Dorfverein Wislikofen-Mellstorf?

Aus «Die Botschaft» vom 3. Mai 2021
Eigenarten erhalten, im grösseren Ganzen wahrgenommen werden und politisch Gehör finden. Darum geht es für die Ortschaften Wislikofen und Mellstorf, wenn die neue Gemeinde Zurzach am kommenden Neujahr aktiv wird. Der Gemeinderat hat am Freitagabend in der Turnhalle über die Gründung eines Dorfvereins Wislikofen- Mellstorf informiert.

Gemeindeammann Heiri Rohner begrüsste die coronamässig maskierten und distanzierten Leute und hiess Alex Strittmatter als Sportkoordinator von Bad Zurzach und Vereinsförderer der neuen Gemeinde willkommen. Nach Rohner gilt es, ein Gefäss zur Pflege der eigenen Kultur und Gepflogenheiten zu schaffen. Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Dörfer im Tägerbachtal seien dafür selbst verantwortlich.

Gemeinderätin Tanja Schmid zeigte anhand vorbereiteter Unterlagen, dass ein künftiger Dorfverein nicht nur über die ordentlichen Vereinsstrukturen verfügt, sondern eng mit den Vereinigten Vereinen und der Begleitkommission des neuen Gemeinderates verbunden sein wird. Diese Begleitkommission wird in der Anfangszeit bei halbjährlichen Zusammenkünften die dörflichen Eigenheiten und Anliegen in den Gemeinderat einbringen.

Der Dorfverein sei weder Konkurrenz zu bestehenden Vereinen, noch auf Gewinn ausgerichtet, meinte Schmid. Ein aus fünf Personen zusammengesetzter Vorstand soll die Geschäfte leiten. Klein und Gross sollen bei einem eher symbolischen Mitgliederbeitrag dabei sein können. Diesbezüglich hat man sich bereits Gedanken zu den Statuten gemacht. Aus der grossen Zahl von Aufgaben wurden Adventsfenster und Bundesfeier besonders erwähnt. Die Integration von Zuzügern und politische Treffen vor den Gemeindeversammlungen (mit Apéro!) gehören ebenfalls dazu. Vor den Sommerferien wird ein Flugblatt mit Umfrage an alle Haushaltungen gehen. Diese werden danach ausgewertet. Im Herbst wird der Verein gegründet, der dann zusammen mit der neuen Gemeinde starten kann.

Der Verein könnte sicherstellen, dass Einrichtungen wie etwa das Museum weitergeführt werden können, wenn das Initianten-Trio ausfällt. Nach dieser positiven Äusserung wurde mehrfach eingewandt, die Vereinigten Vereine könnten doch die Aufgaben übernehmen. Dem wurde entgegengehalten, dass es sich bei diesen lediglich um eine Präsidentenkonferenz zur Terminkoordination handelt. Fragen zur Notwendigkeit neuer Strukturen, zu verfügbarem Raum für Aktivitäten und der Bereitschaft für zusätzliches Engagement folgten.

Der Versuch, statt skeptisch Details aufzufädeln das Ganze in den Blick zu nehmen, scheiterte. Letztlich ginge es doch darum, vorhandene Stärken zu bewahren und zu mehren, und die alten Grenzen für die Überschreitung in beiden, Richtungen zu öffnen. Ein neuer Verein verursacht Aufwand und braucht Leute. Angestrebt wird eine grosse Zahl von Mitgliedern.

Deren Obolus kann dann durch einen Gemeindebeitrag aufgebessert werden. Dennoch werde der Vorstand «den Karren zu 95 Prozent allein schleppen müssen», wurde eingewandt. Die Privatschule signalisierte, dass sie gewisse Aktivitäten gern auch für die Kinder aus dem Dorf öffnen wird. Der Wunsch nach einer starken Trägerschaft zielt wohl auch in Richtung einer soliden Vereinsstruktur. Der Einbezug der Vereinigten Vereine galt als unbestritten. Der Gemeindezusammenschluss sei für die Vereine eine Chance, wurde in Erinnerung gerufen.

«Eine Euphorie ist noch nicht zu spüren», stellte der Gemeindeammann im Schlusswort fest. Es geht nun darum, mit der geplanten Umfrage die Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung zu ergründen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Vielleicht wird der Aufwand unterschätzt, der getrieben werden muss, um den Verlust der «Behörde im Dorf» auszugleichen?

 



Datum der News 12. Mai 2021
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